Stadt Angermünde setzt Maßstäbe im institutionellen Kinderschutz: Fachtag bildet den Abschluss eines fünfjährigen Schutzprojekts in Kitas und Horten
Die Stadt Angermünde ist Trägerin von insgesamt acht Kindertagesstätten, darunter zwei Horteinrichtungen, in denen derzeit rund 600 Kinder betreut werden.
In den vergangenen fünf Jahren lag ein zentraler Schwerpunkt auf dem institutionellen Kinderschutz in den pädagogischen Einrichtungen der Stadt. Im Rahmen eines umfassenden Projekts haben sich die Kitas und Horte intensiv mit der Erarbeitung sowie der dauerhaften Verankerung von Schutzkonzepten befasst. Mit einem gemeinsamen Fachtag fand das Projekt nun seinen offiziellen Abschluss.
Durchgeführt wurde das Projekt von der kindergerecht GbR unter der fachlichen Begleitung der Geschäftsführerinnen Annett Hildemann und Julia Gehrmann. Über einen Zeitraum von nahezu fünf Jahren nahmen die Einrichtungen an mehr als 240 Fortbildungsstunden teil. Ergänzt wurde die Qualifizierung durch Evaluationen, Reflexionsformate und praxisnahe Entwicklungsprozesse in den einzelnen Einrichtungen.
Ziel des Projekts war es, den institutionellen Kinderschutz dauerhaft zu stärken. Pädagogische Fachkräfte setzten sich dabei intensiv mit ihrem beruflichen Handeln, ihrer Haltung sowie mit bestehenden Strukturen auseinander. Im Mittelpunkt standen die frühzeitige Wahrnehmung von Risiken, der professionelle Umgang mit Grenzsituationen und die Förderung einer Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung.
Den Abschluss stellte ein Fachtag dar, an dem über 70 pädagogische Fachkräfte aus Kitas und Horten der Stadt Angermünde teilnahmen. Die Begrüßung erfolgte durch Vertreterinnen der Stadt Angermünde. In einem Fachvortrag betonte Prof. Dr. Jörg Maywald, ausgewiesener Experte für Kinderrechte und Kinderschutz, die zentrale Rolle verbindlicher Schutzkonzepte, einer reflektierten pädagogischen Haltung sowie fortlaufender fachlicher Qualifizierung.
Im anschließenden Austausch zogen die Beteiligten ein positives Fazit. Die Rückmeldungen zeigten, dass das Projekt die Sensibilität für institutionellen Kinderschutz nachhaltig gestärkt hat. Mit dem Projektabschluss setzt die Stadt Angermünde ein klares Zeichen: Kinderschutz ist ein fortlaufender Qualitätsprozess und fester Bestandteil professioneller pädagogischer Arbeit.


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